FAQ

AHV

Wo bekomme ich allgemeine Informationen zur AHV?
Auf der Website des Bundesamtes für Sozialversicherungen unter der Rubrik AHV: www.bsv.ahv.ch

Ebenfalls finden Sie viele Antworten, Merkblätter und Tipps unter www.ahv-iv.info

Wo bekomme ich Informationen für mein spezifisches Anliegen?
Die Ausgleichskassen stehen gerne bei Fragen zur Verfügung. In der Regel können Sie sich an diejenige Ausgleichskasse wenden, wo Sie versichert sind. Wenn Sie dies nicht wissen, fragen Sie ihren Arbeitgeber oder wenden Sie sich an die Ausgleichskasse Ihres Wohnkantons.

Muss ich als Student, vorzeitig Pensionierter, Witwe, Privatier, nicht erwerbstätiger Ehegatte auch Beiträge bezahlen?
Ja, beitragspflichtig sind alle in der Schweiz wohnhaften Personen, die zwischen 18 und 65 (Männer) bzw. 64 (Frauen) Jahren alt sind, soweit sie nicht kraft Gesetz von der Beitragspflicht ausgenommen sind. Für Erwerbstätige im Rentenalter gelten spezielle Bestimmungen.

Wie kann ich den Stand meines individuellen Kontos erfahren?
Sie können bei Ihrer Ausgleichskasse schriftlich einen Kontoauszug verlangen. Damit können Sie überprüfen, ob Ihre Beitragsdauer lückenlos ist oder ob der Arbeitgeber die abgezogenen Beiträge auch wirklich mit der Ausgleichskasse abgerechnet hat. Ein Formular dafür finden Sie auf der Website der AHV.

Was bedeutet Splitting?
Das ist eine Einkommensteilung während der Ehe.

Um die Altersrente von verheirateten, verwitweten oder geschiedenen Personen festzulegen, werden die Einkommen, welche die beiden Ehegatten während der Ehejahre erzielt haben, aufgeteilt und je zur Hälfte den Ehegatten gutgeschrieben.

Bei einer Scheidung lohnt es sich, direkt nach der Scheidung das Splitting zu verlangen und nicht bis zum Rücktrittsalter damit zuzuwarten. Ein Formular dafür finden Sie auf der Website der AHV.

Ich möchte wissen, wie hoch meine AHV-Rente im Rücktrittsalter sein wird?
Sie können bei Ihrer Ausgleichskasse schriftlich eine provisorische Rentenvorausberechnung verlangen. Ein Formular dafür finden Sie auf der Website der AHV.

Kommt meine AHV-Rente ohne Anmeldung?
Nein, Sie müssen sich rund drei Monate vor Ihrer Pensionierung an die Ausgleichskasse wenden, um Ihre AHV-Rente zu beantragen. Formulare dafür finden Sie unter www.ahv-iv.info.

IV

Wo bekomme ich allgemeine Informationen zur IV?
Auf der Website des Bundesamtes für Sozialversicherungen unter der Rubrik IV: www.bsv.admin.ch

Ebenfalls finden Sie viele Antworten, Merkblätter und Tipps unter www.ahv-iv.info.

Wo bekomme ich Informationen für mein spezifisches Anliegen?
Die kantonalen IV-Stellen in Ihrem Wohnkanton stehen gerne bei Fragen zur Verfügung.

Bei welcher Art von Gesundheitsschaden kann IV bezogen werden?
Es spielt keine Rolle, ob der Gesundheitsschaden körperlicher, psychischer oder geistiger Natur ist, ob er schon bei der Geburt bestanden hat oder Folge einer Krankheit oder eines Unfalls ist. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt aber nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

Was muss man bei einem Invaliditätsfall tun?
Bei einem Invaliditätsfall muss der Versicherte selbst den Anspruch bei der IV-Stelle seines Wohnkantons anmelden. Das Anmeldeformular ist bei den kantonalen IV-Stellen und den Ausgleichskassen erhältlich. Der Arbeitgeber kann aber einen arbeitsunfähigen Arbeitnehmenden zur Früherfassung bei der IV-Stelle melden, um eine schnelle Rückkehr an den Arbeitsplatz zu fördern und zu verhindern, dass die Probleme chronisch werden.

Was für Leistungen gewährt die IV?
Die IV gewährt in erster Linie Eingliederungsmassnahmen. Die Versicherten müssen alle Massnahmen aktiv unterstützen, die ihrem Gesundheitszustand angepasst sind und zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben getroffen werden. Erst wenn die Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederhergestellt, erhalten oder verbessert werden kann, wird der Anspruch auf eine Rente geprüft.

Mit welchen Leistungen unterstützt die IV?

  • Massnahmen der Frühintervention
  • Eingliederungsmassnahmen
  • Invalidenrenten
  • Hilflosenentschädigung
  • Ergänzungsleistungen

Wie berechnet sich die IV-Rentenhöhe und ab wann wird die Rente ausbezahlt?
Die Rentenhöhe wird nach den gleichen Grundsätzen wie bei der AHV berechnet. Der Anspruch und die Höhe der Invalidenrente richten sich nach dem Grad der Invalidität. Die Rente beginnt frühestens zu dem Zeitpunkt zu laufen, in dem die versicherte Person während mindestens eines Jahres durchschnittlich zu mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen ist und weiterhin mindestens in diesem Ausmass erwerbsunfähig ist und frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der IV-Anmeldung. Die IV-Rente wird im Pensionierungsalter durch die AHV-Rente abgelöst.

An wen bezahlt die IV Taggelder?
Die IV bezahlt in der Regel Taggelder an jene Versicherten, die in der Eingliederung stehen oder während der Durchführung von Abklärungsmassnahmen. Taggelder sollen den Lebensunterhalt der Versicherten und ihrer Familien während der Eingliederung sicherstellen.

Kann trotz IV-Rentenbezug gearbeitet werden?
Grundsätzlich sollen versicherte Personen, nach Absprache mit dem behandelnden Arzt, soviel arbeiten, wie ihnen auch über längere Zeitdauer zumutbar ist.

Quelle: Bundesamt für Sozialversicherungen BSV

EO

Wo bekomme ich allgemeine Informationen zur EO/MSE?
Auf der Website des Bundesamtes für Sozialversicherungen unter der Rubrik Erwerbsersatzordnung (EO) und Mutterschaft (MSE): www.bsv.admin.ch

Ebenfalls finden Sie viele Antworten und Tipps im Merkblatt 6.01 für die EO bwz. Merkblatt 6.02 für die MSE unter www.ahv-iv.info.

Wo bekomme ich Informationen für mein spezifisches Anliegen?
Die kantonalen Ausgleichskassen in Ihrem Wohnkanton stehen bei Fragen zur Verfügung. Ebenfalls helfen der Rechnungsführer der Armee bzw. des Zivildienstes bei Dienstleistenden oder die Arbeitgebenden bei Mutterschaft weiter.

Wie erhalte ich die Erwerbsausfallentschädigung?
a) Arbeitnehmende vervollständigen die vom Rechnungsführer abgegebene Meldekarte mit ihren persönlichen Daten wie Zivilstand, Kinder, usw. und leiten sie an den Arbeitgeber weiter. Dieser trägt den Lohn ein und schickt die Meldekarte an die Ausgleichskasse. Die Ausgleichskasse zahlt dem Arbeitgeber die Taggelder aus, der seinerseits während der dienstlichen Abwesenheit seiner Mitarbeiterin/seines Mitarbeiters den Lohn ausrichtet.

b) Selbständigerwerbende oder Nichterwerbstätige reichen die ausgefüllte und unterschriebene Meldekarte direkt bei der zuständigen Ausgleichskasse ein.

Wie erhalte ich die Mutterschaftsentschädigung?
Die Mutterschaftsentschädigung muss mit einem speziellen Anmeldeformular bei der zuständigen Ausgleichskasse nach der Geburt beantragt werden. Bei Arbeitnehmerinnen läuft dies über ihren Arbeitgeber. Er erhält auch die Taggelder, wenn er während des Mutterschaftsurlaubes den Lohn weiterhin bezahlt. In allen anderen Fällen, z.B. bei Selbständigerwerbenden oder arbeitslosen Müttern muss die Anmeldung bei der zuständigen Ausgleichskasse eingereicht werden. Diese richtet die Taggelder direkt der Mutter jeweils per Ende Monat aus.

Habe ich bei einer Adoption Anrecht auf die Mutterschaftsentschädigung?
Bei einer Adoption besteht kein Anrecht auf Mutterschaftsentschädigung.

Wie lange erhalte ich die Mutterschaftsentschädigung?
Ab dem Tage der Geburt während höchstens 98 Tagen, d.h. 14 Wochen, wobei pro Woche 7 Tagesentschädigungen ausgerichtet werden. Der Anspruch endet auf jeden Fall sobald die Mutter wieder eine Erwerbstätigkeit aufnimmt und zwar unabhängig vom Beschäftigungsgrad und der Beschäftigungsdauer.

ALV

Wo bekomme ich allgemeine Informationen zur Arbeitslosenversicherung?
Auf der Website des Staatssekretariates für Wirtschaft (SECO):
www.seco.admin.ch

Viele hilfreiche Broschüren sind unter www.treffpunkt-arbeit.ch zu finden.

Wo bekomme ich Informationen für mein spezifisches Anliegen?
Wenden Sie sich an das zuständige RAV oder das Gemeindearbeitsamt.

Wie hoch ist mein Taggeld?
Sie erhalten pro Woche fünf Taggelder (Montag bis Freitag). Da die Anzahl der Werktage je nach Monat unterschiedlich ist, schwankt dementsprechend auch die monatlich ausbezahlte ALE (zwischen 20 und 23 Taggelder). Die Höhe der Entschädigung hängt vom AHV-pflichtigen Lohn ab, den Sie durchschnittlich in den letzten sechs oder – falls höher – in den letzten zwölf Monaten vor Ihrer Arbeitslosigkeit erzielt haben (versicherter Verdienst).

Sie erhalten eine ALE in der Höhe von 80% des versicherten Verdienstes,

  • wenn Sie Unterhaltspflichten gegenüber Kindern haben;
  • wenn Ihr versicherter Verdienst CHF 3'797.- nicht übersteigt;
  • wenn Sie eine Invalidenrente mit mindestens 40% IV-Grad beziehen.

In allen übrigen Fällen erhalten Sie eine Entschädigung in der Höhe von 70% des versicherten Verdienstes.

Wenn Sie Unterhaltspflichten gegenüber Kindern haben, besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Kinder- und Ausbildungszulagen. Die Höhe der Zulagen richtet sich nach dem jeweiligen kantonalen Familienzulagengesetz.

Von der ALE sind die sozialversicherungsrechtlichen Beiträge und bei ausländischen Staatsangehörigen eventuell die Quellensteuern in Abzug zu bringen.

Was sind Wartetage?
Im Sinne eines «Selbstbehalts» wird die erste Taggeldauszahlung erst nach Ablauf der Wartetage geleistet. Als Wartetage gelten nur diejenigen Tage, an denen Sie sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllen.

Der Anspruch auf ALE beginnt grundsätzlich nach einer allgemeinen Wartezeit von fünf Tagen kontrollierter Arbeitslosigkeit.

Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung (ALV)

In gewissen Fällen haben Sie zusätzlich zu den allgemeinen noch folgende besondere Wartetage zu bestehen:

  • 1 Tag, wenn Sie vor Ihrer Arbeitslosigkeit eine Saisontätigkeit oder eine Tätigkeit in einem Beruf ausgeübt haben, in dem häufig wechselnde oder befristete Anstellungen üblich sind.
  • 5 Tage, wenn Sie von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind, namentlich wegen langandauernder Krankheit, Mutterschaft, Unfall, Invalidität oder Tod des Ehepartners, Trennung, Ehescheidung, Aufenthalt in einer schweizerischen Anstalt, Rückkehr nach einem Arbeitsaufenthalt im Ausland.
  • 120 Tage, wenn Sie wegen Schulausbildung, Umschulung oder Weiterbildung alleine oder in Verbindung mit einem anderen Befreiungsgrund von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind.

Was sind Einstelltage?
Wenn Sie Ihre Pflichten verletzen, werden Sie in Ihrer Anspruchsberechtigung vorübergehend eingestellt. Dies hat zur Folge, dass Sie während einer gewissen Zeit keine Taggelder erhalten.

Dies ist der Fall, wenn Sie

  • durch eigenes Verschulden arbeitslos sind.
  • sich persönlich nicht genügend um zumutbare Arbeit bemühen.
  • die Kontrollvorschriften/Weisungen des RAV nicht befolgen, namentlich eine zugewiesene zumutbare Arbeit nicht annehmen, eine arbeitsmarktliche Massnahme ohne entschuldbaren Grund nicht antreten oder abbrechen oder die Massnahme beeinträchtigen oder verunmöglichen.
  • Ihre Auskunfts- und Meldepflichten verletzen.
  • zu Unrecht eine ALE erwirken (Versuch genügt).

Die Einstellung beträgt je nach Verschulden 1 bis 60 Tage. Als bestandene Einstelltage zählen nur Tage, an denen Sie sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllen. Bei wiederholter Einstellung in der Anspruchsberechtigung wird die Einstelldauer höher ausfallen.

UV

Wo bekomme ich allgemeine Informationen zur UV?
Auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit unter der Rubrik «Unfallversicherung»: www.bag.admin.ch

Viele Informationen zur UV und zu den Themen Arbeitssicherheit und Prävention finden Sie ebenfalls auf der Website der Suva: www.suva.ch

Wo bekomme ich Informationen für mein spezifisches Anliegen?
Wenden Sie sich an Ihre Unfallversicherung. Über Ihren Arbeitgeber bekommen Sie die Kontaktdaten.

Wann und wo mache ich Leistungen geltend?
Es ist sofort eine Unfallmeldung beim Arbeitgeber zu machen, der seinerseits die Unfallversicherung informiert. Arbeitslose Personen melden den Unfall umgehend der Arbeitslosenkasse oder der Suva.

Wie berechnet sich das Taggeld?
Versicherter Jahresverdienst mal 80%, dividiert durch 365 Tage = Taggeld. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird das Taggeld entsprechend gekürzt.

Gibt es einen Selbstbehalt bei Arztrechnungen?
Nein, den gibt es nicht.

Wie bin ich im Spital versichert?
Die gesetzliche Deckung umfasst die Heilbehandlung in der allgemeinen Abteilung. Es steht dem Arbeitgeber frei, für sein Personal eine Zusatzversicherung für die Halbprivat- oder Privatabteilung abzuschliessen. Ebenso können Sie auf freiwilliger Basis bei der Krankenkasse oder einer Versicherung eine solche Zusatzdeckung versichern.

Was ist ein Wagnis?
Wagnisse sind Risiken, die das im alltäglichen Leben gewohnte Mass deutlich übersteigen (z.B. Autorennen). Hier kann der Unfallversicherer bei einem Nichtberufsunfall seine Geldleistungen kürzen oder ganz verweigern.

Bin ich auch im Ausland gegen Unfall versichert?
Ja, der Versicherungsschutz ist weltweit gültig. Es gibt jedoch Einschränkungen bei der Kostenübernahme, da höchstens die doppelten Kosten einer notwendigen Behandlung vergütet werden, die in der Schweiz entstanden wären. Eine private Zusatzversicherung kann für Auslandaufenthalte abgeschlossen werden.

Ich habe gekündigt und gehe auf eine Weltreise. Kann ich die UV weiterführen?
Ja. Mit einer freiwillig abzuschliessenden «Abredeversicherung» können Sie die UV während längstens 180 Tagen beim bisherigen betrieblichen Unfallversicherer weiterführen. Die Prämien, meistens CHF 25 pro Monat, gehen zu ihren Lasten und sind im Voraus zu entrichten.

KV

Wo bekomme ich allgemeine Informationen zur KV?
Auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit BAG unter der Rubrik «Krankenversicherung»: www.bag.admin.ch

Ebenfalls stellt santésuisse viel Wissenswertes, Tipps und Ratschläge auf ihrer Website zur Verfügung: www.santesuisse.ch

Wo bekomme ich Informationen für mein spezifisches Anliegen?
Wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse.

Wer hilft mir weiter im Streit mit meiner Krankenkasse?
Der Ombudsmann der Krankenversicherung vermittelt in solchen Fällen: www.ombudsman-kv.ch

Ist die Krankentaggeldversicherung obligatorisch?
Nein, anders als bei der UV ist die Krankentaggeldversicherung freiwillig. Es besteht kein gesetzliches Obligatorium. Klären Sie – sofern Sie angestellt sind – deshalb bei Ihrem Arbeitgeber ab, wie Sie bei Krankheit in Bezug auf den wegfallenden Lohn versichert sind. Schliessen Sie im Bedarfsfall eine private Krankentaggeldversicherung ab.

Ich bin wegen Mutterschaft in Behandlung. Muss ich den Selbstbehalt bezahlen?
Nein, bei einer komplikationslosen Schwangerschaft werden weder Franchise noch Kostenbeteiligung erhoben.

Ich erkranke im Ausland, wie bin ich versichert?
Grundsätzlich gilt das Territorialprinzip. Damit ist gemeint, dass die Krankenkassen nur Behandlungen in der Schweiz übernehmen. Sollten Sie jedoch in einem EU/EFTA-Staat notfallmässig erkranken, haben Sie Anspruch auf Behandlung und Kostenübernahme. Zu diesem Zweck müssen Sie die europäische Versichertenkarte vorweisen.

Erkranken Sie in einem anderen Staat, übernimmt die Grundversicherung maximal den doppelten Ansatz, wie eine Behandlung in der Schweiz gekostet hätte. Achtung: Repatriierungskosten (Auslandsrückholung) werden nicht übernommen. Es empfiehlt sich, eine Ferien- bzw. Reisezusatzversicherung abzuschliessen.

Sollten Sie sich im Ausland niederlassen und dort ihren Wohnsitz begründen (z.B. wegen eines Studiums oder einer Erwerbstätigkeit) müssen Sie sich je nach Land vor Ort um eine entsprechende Versicherung bemühen.

Wo finde ich die günstigste Krankenversicherung?
In der Grundversicherung sind die Leistungen gesetzlich festgelegt und somit identisch. Bei den Prämien gibt es jedoch Unterschiede. Über verschiedene Internet-Portale können Sie einen Prämienvergleich machen. Stellvertretend für die verschiedenen Websites sei hier der Prämienrechner des Bundes genannt: www.priminfo.ch

BVG

Wo bekomme ich allgemeine Informationen zur Beruflichen Vorsorge?
Auf der Website des Bundesamtes für Sozialversicherungen unter der Rubrik Berufliche Vorsorge und 3. Säule: www.bsv.admin.ch.

Erläuterungen und Tipps finden sich auf der Seite des ASIP unter:
www.mit-uns-fuer-uns.ch

Wo bekomme ich Informationen für mein Anliegen?
Sie können sich an Ihre Pensionskasse wenden. Oft weiss auch der Personaldienst Ihres Arbeitgebers gut Bescheid. In verschiedenen Städten finden einmal im Monat unentgeltliche BVG-Auskünfte statt: www.bvgauskuenfte.ch

Was muss man bei einem Stellenwechsel tun?
Ihre Freizügigkeitsleistung bei Austritt wird an die Vorsorgeeinrichtung (VE) des neuen Arbeitgebers überwiesen. Dazu müssen Sie der bisherigen VE diese Koordinaten mitteilen. Unterbleibt dies, geht Ihr Guthaben an die Stiftung Auffangeinrichtung www.aeis.ch.

Wer kann mir sagen, wo sich meine Pensionskassengelder befinden?
Wenn Sie nicht sicher sind, ob bei jedem Stellenwechsel Ihr Guthaben in die aktuelle Pensionskasse transferiert wurde, können sie sich bei der Zentralstelle 2. Säule erkundigen www.zentralstelle.ch.

Wie kann ich meine Leistungen verbessern?
Bei vielen Vorsorgeeinrichtungen können Sie Einkäufe oder Einmaleinlagen tätigen. Fragen Sie bei Ihrer VE nach oder konsultieren Sie Ihren Versicherungsausweis.

Welche Leistungen bekomme ich?
Konsultieren Sie Ihren Versicherungsausweis und schauen Sie ihm Vorsorgereglement nach. Ebenfalls erteilt Ihnen die Pensionskasse telefonisch oder schriftlich Auskunft.

MV

Wo bekomme ich allgemeine Informationen zur MV?
Auf der Website www.militaerversicherung.ch, die von der Suva betrieben wird, finden Sie viele wertvolle und nützliche Hinweise.

Wo bekomme ich Informationen für mein spezifisches Anliegen?
Wenden Sie sich an Ihren Truppenarzt oder direkt an eine Agentur der Militärversicherung.

Wann und wo mache ich Leistungen geltend?
Melden Sie sich beim Truppenarzt oder nach dem Dienst bei Ihrem Arzt. Dieser oder Sie selber müssen die gesundheitliche Beeinträchtigung umgehend der Militärversicherung melden.

Gibt es einen Selbstbehalt bei Heilbehandlungen?
Nein, den gibt es nicht.

Wie bin ich im Spital versichert?
Die gesetzliche Deckung umfasst die Heilbehandlung in der allgemeinen Abteilung. Sie können sich in der Halbprivat- oder Privatabteilung behandeln lassen, wenn Sie eine private Zusatzversicherung dafür abgeschlossen haben oder diese Mehrkosten selber tragen wollen.

FZ

Wo bekomme ich allgemeine Informationen zu den Familienzulagen?
Die kantonalen AHV-Ausgleichskassen informieren im Internet über die Familienzulagen und erteilen dazu weitere Auskünfte.

Wo bekomme ich Informationen für mein spezifisches Anliegen?
Wenden Sie sich an Ihren Arbeitgeber oder an die zuständige Familienausgleichskasse.

Müssen Familienzulagen versteuert werden und müssen darauf Sozialversicherungsbeiträge bezahlt werden?
Die Familienzulagen zählen zum steuerbaren Einkommen. Auf den Familienzulagen müssen jedoch keine Beiträge an die AHV/IV/EO bezahlt werden.

Gibt es für alle Eltern Familienzulagen?
Seit dem 1. Januar 2013 haben alle erwerbstätigen Eltern Anspruch auf Familienzulagen. Nichterwerbstätige haben nur einen Anspruch, wenn ihr jährliches Einkommen CHF 42‘120.- nicht übersteigt.

Welcher Kanton ist für die Ausrichtung der Familienzulagen zuständig, wenn die anspruchsberechtigte Person beispielsweise im Kanton Freiburg wohnt, aber im Kanton Bern erwerbstätig ist?
Die Zulagen werden nach dem Erwerbsortprinzip ausgerichtet, in diesem Fall also im Kanton Bern.

Gibt es bei Teilzeitarbeit auch die ganzen Familienzulagen?
Ja, es werden die vollen Familienzulagen ausgerichtet, sofern der Lohn mindestens CHF 585.- im Monat bzw. CHF 7'020.- im Jahr beträgt. Bei gleichzeitiger Beschäftigung an verschiedenen Arbeitsstellen werden die Löhne zusammengezählt. Teilzulagen gibt es nicht mehr.

Wer kann den Anspruch auf Familienzulagen geltend machen, wenn beide Eltern Arbeitnehmende sind (Anspruchskonkurrenz)?
Ein Doppelbezug von Familienzulagen ist nicht zulässig und das Gesetz bestimmt, wer in erster Linie berechtigt ist:

  • Haben die Eltern die gemeinsame elterliche Sorge und leben sie mit dem Kind in einem gemeinsamen Haushalt, was bei verheirateten Eltern meistens der Fall ist, so hat Anspruch, wer im Wohnsitzkanton der Familie arbeitet. Arbeiten beide Eltern oder keiner der Eltern dort, so bezieht derjenige Elternteil die Familienzulagen, der das höhere AHV-pflichtige Einkommen hat.
  • Hat nur ein Elternteil die elterliche Sorge, so geht sein Anspruch vor.
  • Haben die Eltern die gemeinsame elterliche Sorge, ohne zusammen zu leben, so hat derjenige Elternteil Vorrang, bei dem das Kind lebt.
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